06.07.16

mk

„YES, we did it!“ – Erfolgreiche Teilnahme am Shell Eco Marathon 2016 in London

“YES, we did it!”, war das erste Statement nach dem Erfolg des econia Team Vorarlberg beim Shell Eco-marathon 2016 in London. Das econia Team Vorarlberg konnte dabei bei Ihrem ersten Antritt in der Klasse „Prototype Battery Electric“ eine hervorragende Reichweiteneffizienz von 462 km/kWh erlangen.

 

Der Shell Eco-marathon, welcher die letzten Jahre seiner dreißigjährigen Geschichte durchwegs in Rotterdam veranstaltet wurde, sorgte dieses Jahr für Furore im Queen Elizabeth Park in London mit dem Slogan #wemakethefuture. Er stand ganz im Rahmen der energieeffizienten Mobilität. 200 Teams aus über 25  Nationen stellten sich den Herausforderungen auf der neuen Strecke in London. Dieser war einem realen Straßenparcours nachempfunden und mit zahlreichen Kurven sowie einer fünfprozentigen Steigung versehen, welche für viele Teams zu Beginn des Wettbewerbs eine besondere Hürde war. Die Strecke selbst sollte die alltäglichen Mobilitätsanforderungen realistisch wiederspiegeln, was schlussendlich auch dazu führte, dass lediglich 30 der insgesamt 50 angetretenen Teams in der Klasse „Prototype Battery Electric“ einen gültigen Wertungslauf absolvieren konnten.

Die ehrgeizige teaminterne Zielvorgabe des econia Team Vorarlberg von einer Reichweiteneffizienz über 450 km/kWh wurde in London klar erreicht und mit dem 9. Platz von 50 angetretenen Teams gebührend belohnt. Umgerechnet ergibt sich aus den 462 km/kWh eine theoretische Reichweite von beeindruckenden 4113 km pro Liter Benzin. In der Realität würde aufgrund des bedeutend schlechteren Wirkungsgrads des Ottomotors (ca. 20%, der Rest verpufft in Wärme) diese Distanz jedoch nicht erreicht werden. Hier zeigen sich die Stärken des eingesetzten Elektromotors, welcher über 90% der zugeführten elektrischen Leistung umsetzen kann.

Im Wettkampf mussten alle antretenden Teams innerhalb vier vorgegebener Zeitfenster einen Wertungslauf absolvieren. Dabei galt es mit ihren Fahrzeugen acht Runden (insgesamt ca. 17,5 km) auf dem Parcours zurückzulegen, um in die Wertung aufgenommen zu werden. Dabei durfte eine Gesamtzeit von 43 Minuten nicht überschritten werden. Im Sinne des energieeffizienten Fahrens versuchten die Teams jedoch die Maximalzeit auszureizen. Daraus ergab sich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 25 km/h. Nach den absolvierten acht Runden wurde bei der Klasse „Prototype Battery Electric“ anhand eines Joule-Meters der Energieverbrauch ermittelt. Mit diesem Ergebnis wurde hochgerechnet, wie weit das Fahrzeug mit einer Kilowattstunde Stromverbrauch gekommen wäre.

Nicht nur für die teilnehmenden Teams, sondern auch für über 30.000 Besucher war das „Make the Future London“-Festival eine besondere Veranstaltung, welche Lösungskonzepte für zukünftige Energie-Herausforderungen vorstellte und dabei spielend den Besuchern die Welt der erneuerbaren Energien, sowie nachhaltige Mobilitätskonzepte näher brachte.

Das Projekt des econia Team Vorarlberg wurde von den Studenten des Masterstudienganges „Energietechnik und Energiewirtschaft“ an der FH Vorarlberg in Dornbirn innerhalb von 3 Semestern realisiert und hätte ohne die Unterstützung zahlreicher Sponsoren in diesem Ausmaß nicht vollendet werden können. Somit darf sich das econia Team Vorarlberg nochmals bei allen Unterstützern, Freunden, Gönnern und den über 25 offiziellen Sponsoren für Ihre Unterstützung bedanken.

In Zeiten von übermäßigem Verbrauch und steigenden Mobilitätsanforderungen besteht eine klare Notwendigkeit zur Ressourcenschonung. Mit dem Projekt des econia Team Vorarlberg konnten die Studenten einen wichtigen Schritt in Richtung zukunftsfähiger Mobilität setzen und dabei unter Beweis stellen, welches Potential in elektrisch angetriebenen Fahrzeugen steckt.

Das Projekt wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung von:

Hauptsponsoren:

FH Vorarlberg Energietechnik und Energiewirtschaft, VTV Vorarlberger Technischer Verein, Flatz GmbH, Meusburger Georg Gmbh & Co KG, Velomobilize, Hefel Technik, Maxon Motor, Loacker Recycling GmbH, Illwerke vkw, Julius Blum, Gebrüder Weiss

weitere Sponsoren:

Antevorte, Bachmann electronic GmbH, HAGER Kunststoff- & Metalltechnik, Immler Schneidtechnik, Richter Fertigungstechnik, A&B Textildruck GmbH, Tune, igus, Ulmer Automotive, 3d.levels Werbetechnik, Kima Nenzing, ElfKW, SOLIDWORKS Education, Hypo Landesbank Vorarlberg Filiale Feldkirch, Tpoint

 

ORF-Bericht über die österreichischen Teams am SEM 2016 (heute konkret, 6.7.2016)